2. Türchen: Vier Kerzen

Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze verlosch.

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Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben nicht mehr an Gott – sie glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?“  Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und erschloss schließlich ganz.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander Gutes zu tun.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Mann ins Zimmer. Erstaunt schaute er die Kerzen an und sagte: „Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen, wir brauchen euch doch!“ Betrübt ließ er den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Sei nicht traurig. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“ Mit einem Stück Papier nahm der Mann Feuer von dieser Kerze und zündete die drei anderen Kerzen wieder an. So erweckte er Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.[1]


Hoffnung ist die Grundlage für fast alles, was wir tun. Ein Arzt würde seine Patienten nicht mehr behandeln, hätte er nicht die Hoffnung, dass seine Behandlung nicht wenigstens Linderung bringt. Eine Firma würde keine neuen Produkte entwickeln, hätten die Mitarbeiter nicht die Hoffnung, dass das Produkt auch verkauft wird. Wenn jemand eine Ausbildung beginnt, tut er das in der Hoffnung, später damit Arbeit zu finden und davon leben zu können. Selbst morgens aus dem Bett aufzustehen ist ein Zeichen von Hoffnung. Denn selbst wer völlig antriebslos ist und gänzlich hoffnungslos scheint, zeigt dadurch, dass er auf dem Bett aufsteht, dass er noch einen Funken Hoffnung hat. Er hofft, dass aufzustehen seine Chancen für eine bessere Zukunft eher erhöht, als einfach passiv im Bett zu liegen.

In dieser Welt voller Streit, Hass, und Egoismus kann man schon das Gefühl bekommen, dass Friede, Glaube und Liebe immer mehr abnehmen. Man könnte die Hoffnung verlieren. Vielleicht hast du noch nicht alle Hoffnung verloren aber möglicherweise in manchen Bereichen deines Lebens.

Sehr hoffnungslos sah es auch bei den Hebräern damals vor 2000 Jahren aus. Ihr Land wurde von den Römern besetzt und sie litten unter ihrer Herrschaft. Auch die Reichen und die religiösen Führer unterdrückten das Volk. Gott sah all ihr Leid doch er hatte die Hoffnung nicht aufgegeben. Er schickte seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde, um etwas zu verändern und den Menschen den Weg in eine Beziehung zu ihm zu zeigen.

Die Geburt von Jesus wird an Weihnachten von Christen auf der ganzen Welt gefeiert. Noch heute feiern wir, dass Gott noch Hoffnung hat und dass er uns neue Hoffnung geben kann und dass er mit uns zusammen etwas verändern kann und will. Er ist wie eine große Hoffnungskerze, die uns anzünden kann. Er kann dir und mir neue Hoffnung geben und auch die Liebe, den Glauben und den Frieden in uns Menschen wieder anzünden. Ich wünsche dir, dass du in dieser Weihnachtszeit wieder neue Hoffnung bekommst für die Situationen, in denen du die Hoffnung verloren hast. Ich wünsche dir auch, dass dieser Gott der Liebe, des Glaubens und des Friedens dir neue Kraft gibt.

Wenn du diesen Wunsch auch hast, kannst du ihn Gott einfach mal im Gespräch zum Ausdruck bringen. Das könnte etwa so klingen: „Gott, ich weiß noch nicht einmal, ob es dich gibt. Aber falls es dich gibt, bitte ich dich, dass du mir neue Hoffnung schenkst, wo ich nicht mehr weiterweiß. Gib mir Liebe und Frieden. Bitte gib mir die Kraft, Dinge zu verändern, auf die ich einen Einfluss habe. Schenk mir Hoffnung für Situationen, in denen ich nichts verändern kann.“


Der Geschichten-Adventskalender Podcast
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Rainer Brose

24 weihnachtliche, besinnliche und spirituelle Kurzgeschichten

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      [1] Kursiert im Internet, Inspiriert durch:  http://www.engelbrecht-media.de/s_vier_kerzen.html

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