Die zwei Boxer kämpften, als ginge es um Leben oder Tod. Einer von Beiden war deutlich überlegen und viel schneller als sein Kontrahent. Da – schon wieder ein heftiger Schlag von ihm. Volltreffer. Sein Gegner taumelte und fiel zu Boden. Er krümmte sich vor Schmerzen. Ob er wohl wieder aufstehen wird?
Der Ringrichter begann laut ihn auszuzählen: „Eins, zwei drei, vier … “ er bewegt sich. Er ist sicher gleich wieder auf den Beinen. „fünf, sechs, sieben, acht … “ Seine Fans brüllen: „Steh auf! Du schaffst das“ … „neun, zehn!“ Er liegt immer noch am Boden. Damit hat er verloren und unser Titelverteidiger namens Schicksal hat wieder mal gewonnen.
„Meine Schläge“, gab das Schicksal später in einem Interview zu, „sind sehr hart und meine Rechte ist so gefürchtet wie die von Muhammad Ali und Mike Tyson zusammen. Ich habe alle besiegt: Gesundheit, Glück und alle möglichen Ideale. Ja, sogar Treue, Glaube und Liebe – kurz, auch die schwersten Brocken habe ich bezwungen und sie wurden sämtlich ausgezählt wie ein am Boden liegender Boxer. Keiner war nach 10 Sekunden wieder auf den Beinen“
Der Interviewer: „Das klingt ja erstaunlich, geradezu furchterregend! Gibt es nichts, was Sie aufhalten kann?“
Das Schicksal zurückhaltend: „Doch, mit einem Gegner habe ich bisher nicht fertig werden können.“
Interviewer: „Und warum konnten Sie mit ihm nicht fertig werden?“
Schicksal: „So oft ich ihn auch k.o. schlage und davon überzeugt bin, dass er nun endgültig ausgezählt auf dem Boden liegen bleibt – spätestens bis ‚neun‘ ist er wieder auf den Beinen.“
Der Interviewer fragte neugierig: „Und – wer ist dieser unbezwingbare Gegner?“ „Die Hoffnung“, antwortete das Schicksal.[1]
Meistens denken wir bei Hoffnung daran, dass bestimmt etwas besser wird. Hoffen heißt, zuversichtlich in die Zukunft schauen, und davon ausgehen, dass es schon irgendwie gut wird.
Der Philosoph Ernst Bloch verfasste ein Buch mit dem Titel „Prinzip Hoffnung“. Für Bloch ist nur das wertvoll, was mit Hoffnung vermischt ist und was Hoffnung vermittelt. Ein Architekt, ist nur dann ein guter Architekt, wenn seine Gebäude gebaute Hoffnung sind. Hoffnung auf ein Zuhause, auf Heimat, auf Sicherheit und auf Gemeinschaft.
Die Adventszeit ist auch eine Zeit des Hoffens und Erwartens. Christen auf der ganzen Welt erinnern sich dabei auf das hoffnungsvolle Warten, das einst herrschte, bevor Jesus Christus vor über 2000 Jahren geboren wurde. Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“ – die Adventszeit ist eine Zeit des Vorbereitens und Wartens auf Weihnachten, in der wir die Ankunft, die Geburt von Jesus feiern. Die Hebräer damals erhofften sich viel von Jesus. Ihre Hoffnung galt jedoch nicht dem kleinen Baby Jesus in der Krippe, das an Weihnachten geboren wurde. Sie wussten aus Ihren Heiligen Schriften schon Tausende Jahre zuvor, dass der Mann, zu dem das Baby werden sollte, eines Tages das Schicksal des unterdrückten und besetzten Volkes ändern würde.
Auch heute noch bringt Jesus Hoffnung für ausweglose Situationen. Nein, Jesus verspricht nicht, dass sich bald alles zum Guten wendet. Kein schnelles Ende der Corona-Pandemie und keine simple Lösung für das Klimaproblem. Auch für unser persönliches Leben verspricht er uns nicht Reichtum und Gesundheit bis ins hohe Alter. Doch er hilft uns, in all dem nicht den Mut zu verlieren, nicht zu verzweifeln. Er kann uns die Kraft geben, durchzuhalten. Jesus befreit Menschen aus Süchten und Ängsten. Er nimmt Schuld weg und heilt Verletzungen. Er lädt uns ein in ein Leben, dass Sinn hat. Und er hat uns auch versprochen, dass er uns niemals allein lässt und uns in allem immer beisteht – wenn wir das wollen.
Du kannst heute mit Jesus reden, egal wo du gerade bist – er hört dich. Du kannst ihm zum Beispiel Folgendes sagen: „Jesus, ich glaube, dass du vor 2000 Jahren auf die Erde gekommen bist und dass du heute noch lebst. Bitte gib mir Hoffnung für die hoffnungslosen Situationen in denen ich gerade bin. Schenke mir Kraft durchzuhalten, wo es schwierig ist. Bitte geh mit mir zusammen durch alle Herausforderungen in meinem Leben.“
Nimm dir doch jetzt noch einen Moment, um ganz konkret für die Situationen zu bitten, in denen du neue Hoffnung brauchst und dir Veränderung von Gott wünschst.
Hast du Interesse daran, jetzt in der Vorweihnachtszeit einmal eine christliche Veranstaltung oder einen Gottesdienst zu besuchen?
Gerne kannst Du beim „Anschlussfinder“ vorbeischauen – dort kannst du Anschluss finden zu Christen in deiner Nähe:
Vielleicht hast du Interess am christlichen Glauben und möchtest Fragen dazu stellen? Dann lade ich dich herzlich ein, an einem sogenannten „Alphakurs“ teilzunehmen.
Alpha ist eine Reihe von interaktiven Treffen bei denen der christliche Glaube entdeckt werden kann.
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[1] Inspiriert durch: Walters, Hellmut. www.das-eselskind.com
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