Eine teure Angelegenheit – Evangelisation in Kisoro, Uganda

Menge in Kisoro

Es gibt nur zwei Gründe, warum Menschen Tausende Kilometer durch die Welt nach Kisoro in Uganda reisen: Gorillas und Gott. Teuer wird es bei beiden.

Gorillas und Gott

Fast hätten wir noch ein Schnäppchen gemacht: 100 $ weniger, wenn wir uns beeilen, die Gorillas anzuschauen – noch waren wir in der Nebensaison. Bei mehreren Hundert Euro schien uns auch der Rabatt unwesentlich und wir begnügten uns damit, die Poster im Reisebüro zu betrachten. Immer wieder sahen wir ein paar weiße Gesichter, die durch die halbe Welt gereist sind, „nur“ um Gorillas im Nationalpark zu sehen. Eine teure Angelegenheit!

Auch unser Team war weit gereist: Finnland, Uganda, Kenia, Deutschland und Australien waren bei der Evangelisation von Gospel Fire International vertreten. Gorillas standen bei uns nicht im Mittelpunkt, sondern unser Auftrag, Menschen zur Versöhnung mit Gott aufzurufen. Die Gute Nachricht ist kostenlos, die Nachfolge kostet jedoch das Leben. Wir predigen nicht, dass mit Jesus alles besser und einfacher wird, sondern wir fordern Menschen auf, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und Jesus radikal nachzufolgen. Ebenfalls eine teure Angelegenheit!

Hoffnungslose Fälle?

Der Leiter von Gospel Fire International, Peter Franz, schreibt über einen Mann, den die Menschen vor Ort in Kisoro als „dämonisch besessen“ beschrieben hatten. Hier in der westlichen Welt würde man ihn wohl als „psychisch krank“ oder „völlig verwirrt“ bezeichnen. Auf jeden Fall war er nicht in der Lage, ein normales Leben zu führen und wurde von den Bürgern seiner Stadt mit Ketten gefesselt, um ihn zur Ruhe zu bringen und sich vor ihm zu schützen. Es ist gewaltig, wie Gott an scheinbar hoffnungslosen Fällen wirkt:

„Wir konnten die Ketten und Ringe von dem jungen Mann mit einer Brechstange losmachen. Mehrere Jahre war Jerome (Name geändert) ein hoffnungsloser Fall. Zuvor hatten wir ihn ein paar Tage lang beobachtet und für ihn gebetet, um sicher zu sein. Doch er war nun völlig verändert. Etwa 20 Menschen standen um Jerome herum und sangen “HE has done great things“ („ER hat große Dinge getan“). Gott hatte tatsächlich Großes an ihm getan. Er redete wieder normal. Sein Verhalten war nun kolossal anders als einige Tage zuvor, wo er noch während der Versammlung viel herumgeschrien hat. Jesus hatte Wunderbares an ihm getan! Das war im August 1998. Nun steht Jerome, 20 Jahre später, vor uns und leitet die gesamte Nacharbeit auf unserer jetzigen Evangelisation in Kisoro. Vor uns stand, wie schon so oft, ein mächtiges Wunder Gottes auf zwei Beinen.“

Es ist großartig zu sehen, wie eine Evangelisation auch nach 20 Jahren sichtbaren Effekt auf das Leben von Menschen hat. Es ist eben nicht nur ein kurzes Event, sondern für viele ein einschneidendes, lebensveränderndes Erlebnis – das Evangelium bringt nachhaltige Veränderung!

Besucherteam aus Deutschland

Bei der Evangelisation hatten wir dieses Jahr ein kleines „Service in Mission Team“ mit dabei. Zwei Teilnehmer berichten:

Julian Bauer

„Das besondere Highlight für mich war, als nachmittags ein Mann auf mich zukam, der sein Leben Jesus geben wollte – er hörte die Predigten, musste aber arbeiten und konnte nicht dem Aufruf folgen; so kam er vor seiner nächsten Schicht. Weitere Highlights: die kleinen Einsätze, einer im Hinterland verbunden mit einer längeren Fahrt und vor allem an den Orten, die man normalerweise nur von außen sieht wie ein Flüchtlingslager oder ein Gefängnis. Aber im Großen und Ganzen überwog für mich ein Urlaubsgefühl: Wir hatten viele tolle Erlebnisse, wunderschöne Landschaften und auch immer wieder kleine Geschenke von Gott: Während unserer Safari hatte ich keine Zebras gesehen. Ich dachte: „Jesus, eigentlich wäre es schon schön gewesen, wenn wir Zebras gesehen hätten.“ Etwa sechs Stunden, nachdem wir aus dem Park draußen waren, lief uns eine wilde Zebraherde vor dem Auto vorbei! Gott ist gut und es gab viel mehr tolle Momente. Es hat sich definitiv gelohnt.“

Andreas Klinke:

„Die SIM hat mich persönlich sehr bewegt. Das Erleben einer ganz anderen Kultur war für mich sehr spannend. Spannend, zu sehen, wie der Glaube gelebt wird und auch sonst der Alltag. Die Gemeinschaft und die Gespräche waren auch sehr bereichernd. Natürlich war es auch schön, die Landschaft und die Natur dort zu sehen. Alles in allem war es eine sehr bereichernde Zeit, aus der ich manchen Denkanstoß mitnehme und mich gerne daran zurück erinnere.“

Weiter in Uganda

Nach dieser Evangelisation im Südwesten in Uganda bereiten wir nun den nächsten Einsatz im Februar/März in Uganda vor: Eine mehrtägige Evangelisation bei Rhino Camp, mehrere Tage Evangelisationstraining bei Pakwach. Dabei werde ich mit Nico Borissow arbeiten, er ist Gründer und Leiter von Carriers of Hope. Danach geht es für mich weiter zu einem Einsatz an der Universität in Kampala.

Zeitplan für den Einsatz:

  • 28.2 – 34.3. Evangelisation in Rhino Camp
  • 4.3-7.3. Evangelisationstraining in Pakwach
  • 8.-10.3. Evangelisation Universität Kampala

Bitte betet mit für die Einsätze, für Schutz, für einen möglichst reibungsfreien Einsatz und viele Menschen, die Gott kennenlernen und geschult werden, von Jesus zu reden.

Danke für Eure Gebete und Eure Unterstützung!

Bildergalerie


„Einwöchige Zeltavengelisation in Roßtal. Den Bericht dazu findet Ihr auf meinem Blog:
https://www.rainerbrose.de/voll-das-leben-evangelisation-in-rosstal/“

From 2017 – Zelttage Roßtal. Posted by Rainer Brose on 7/10/2017 (32 items)

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