Vergebung und Fußball, Engel und Dämonen – Evangelisation Gishori, Ruanda


Auf dem kurzen Weg zum Mittagessen begegnete ich mehr Soldaten und Polizisten als anderswo in einem ganzen Monat. Was einschüchternd wirkt, ist kein Ausnahmezustand in Ruanda, sondern Teil des Alltags.

Vergebung und bittere Herzen


Augen eines KindesDer Völkermord liegt nur 23 Jahre zurück – seine Folgen sind nicht zu übersehen. Ein Großteil der Bevölkerung hat es selbst miterlebt und die Erinnerungen sind noch lebendig. Der Staat reagiert mit Einschüchterung: Polizei und Militär sind überall präsent; alles soll ruhig bleiben.

Vergebung ist hier für viele schwer – auch für die Gläubigen in den christlichen Gemeinden. In unserer viertägigen Open-Air-Veranstaltung predigte Jonas Wallisser (Volksmission) daher am Freitagabend über Vergebung: „Ein bitteres Herz isst seinen Besitzer“ – dieses afrikanische Sprichwort trifft die Situation nur zu gut.

Fußballturnier für Jesus


ZusammenhaltJonas organisierte ebenfalls ein Fußballturnier mit acht Teams über mehrere Tage. Völkerverständigung, Aufbau von Freundschaft und Vertrauen sowie Abbau von Vorurteilen waren wichtige Ziele des Turniers.

Doch was kann mehr dazu beitragen, dass Menschen einander vergeben, als die Botschaft des Evangeliums? Deshalb nutzten wir jede Halbzeitpause und jede Pause zwischen den Spielen, um von Jesus zu singen und zu erzählen. Jesus ist das perfekte Vorbild, wenn es um Vergebung und Versöhnung geht. Niemand hat es so glaubhaft vorgelebt, wie er. Und niemand außer ihm kann uns die Kraft geben, es ihm gleichzutun. 800-1000 Menschen konnten wir durch das Turnier jeden Tag erreichen.

Den Höhepunkt des Turniers bildete die Preisverleihung auf der Bühne der Open-Air-Veranstaltung in der östlichen Provinz in Gishori am Freitag: Hunderte kamen, um die Preisverleihung zu sehen – und um das Evangelium zu hören!

Engel und Dämonen


Verbildlichung
Es tobt ein Kampf um die Seelen der Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Ganz plastisch hat dies eine Gruppe Studenten aus Kigali an zwei Abenden dargestellt. Als Engel oder Dämonen verkleidet malten sie vor Augen, was in der geistlichen Welt geschieht. Er war erstaunlich zu sehen, wie viele Zuschauer kamen, als die Theaterstücke an zwei Abenden aufgeführt wurden.


Entscheidungen und Training


Insgesamt trafen 160 Männer und Frauen eine Entscheidung für die Nachfolge, auch viele Kinder folgten dem Aufruf. Die Pastoren sind nun damit beschäftigt, diesen Menschen nachzugehen und sie in Gemeinden zu integrieren. Um noch mehr bleibende Frucht zu sehen, konnte ich zwei Gemeinden in Kigali und Gishori trainieren, selbst von Jesus zu reden und die Gute Nachricht weiterzugeben.

Videoeinblick in den Einsatz



Bildergalerie des Einsatzes





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