Grenzenlos an der Tansaniagrenze

Am Abend bei der Evangelisation in Namanga

„Mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen!“ (Psalm 18,30), diese Worte von David sind so wahr – und wir durften erleben, dass sie auch für uns heute gelten.

Sie war taub und bezeugt ihre Heilung

Am 24. Oktober kamen wir in Loitokitok an der Tansaniagrenze an, für eine fünftägige Großevangelisation. Die Menschen hatten hier zuvor viel Enttäuschungen von Sekten erlebt, die hier auch Veranstaltungen durchgeführt hatten. An kranke Menschen wurden Besen und Öl verkauft, die angeblich heilende Wirkung haben sollten; und wer für sich beten lassen wollte, wurde zur Kasse gebeten. Schon bei der Werbung für die Gospel Celebrations wurde von unseren Mitarbeitern laut verkündet „Wir verkaufen keine Besen! Wir verkaufen kein Öl! Wir beten kostenlos für Kranke! Wir sind nicht hier, um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen!“. Doch Gott lässt sich durch so etwas nicht begrenzen. Gott hat gewirkt, wir durften Gottes Kraft erleben, die unendlich viel besser ist, als aller Aberglaube. Wenn die Versammlungen auch kleiner waren, als dies sonst bei GFI üblich ist, konnte das Gott nicht einschränken. Gott kann wirken, durch viel oder durch wenig..

Beim predigen in einer Secondary School

Parallel zur Großevangelisation haben wir einige Schuleinsätze durchgeführt mit unserem „Service in Mission“-Team. Sie haben sich mit ihren Zeugnissen und ihren musikalischen Talenten eingebracht. Bei den Schuleinsätzen konnte ich mehrfach das Evangelium predigen. Es war immer die ganze Schule versammelt, mit teilweise bis zu 800 Schülern. Auch bei einer Jugendveranstaltung direkt nach der Evangelisation durfte ich den jungen Leuten das Wort Gottes bringen.


zur Bildergalerie Evangelisation Loitokitok

Das Mitarbeiterteam der Evangelisation in Namanga

Direkt danach, am Mittwoch den 2. November, ging es weiter zu einer Evangelisation auf der anderen Seite der Grenze, in Tansania. Die Stadt ist stark muslimisch geprägt, ich habe Zahlen zwischen sieben und elf Moscheen gehört. Gehört habe ich einige Moscheen ganz sicher jeden morgen um halb fünf, da war die Nacht auch schon wieder vorbei. Diese Stadt hat das Evangelium wirklich dringend gebraucht! Wenn man durch die Straßen ging, hat man den ganzen Tag über Betrunkene gesehen, die teilweise nur noch am Wegesrand liegen konnten. Zauberei ist hier an der Tagesordnung. Eine Zauberin wollte unseren Evangelisten Peter Franz zu sich nach Hause locken, um ihre Arbeit von ihm segnen zu lassen. Einige Mitabeiter besuchten sie (ohne Peter selbst), und wiesen sie klar zurrecht – niemals werden wir Zauberei gut heißen! Im Vergleich zur Evangelisation in Loitokitok hatten wir nicht so viele Heilungen, dafür wurden viele Menschen von bösen Geistern befreit – kein Wunder bei so viel Zauberei.

Beim Aufruf zur Entscheidung

Was mich hier begeistert hat, war was mit einer jungen muslimischen Frau passiert ist. Sie bat mich, für sie zu beten, da sie Epilepsie hatte. Ihre muslimische Verwandtschaft war machtlos, die Ärzte konnten ihr nicht helfen. An Armen und Beinen hatte sie Brandwunden, da sie mehrfach ins Feuer gefallen war bei ihren epileptischen Anfällen. Kaum hatte ich ihr die Hände aufgelegt, kam die Kraft Gottes auf sie und sie wurde bewusstlos. Kurz darauf fing sie an zu schreien, ein Dämon machte sich bemerkbar: Die Ursache der Krankheit. Es dauerte nur einige Minuten, bis Jesus sie völlig befreit hatte. Keine Religion konnte ihr Helfen. Die Ärzte wussten nicht weiter – aber eine einzige Begegnung mit Jesus hat ihr Leben verändert. Gott kennt keine Grenzen. Sie hat sich nun einer Gemeinde in Namanga angeschlossen, auch wenn viele ihrer Freunde dagegen waren. Sie hat Gott erlebt, dass konnte ihr niemand nehmen.



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Wir sind nun wieder wohlbehalten in Eldoret angekommen. Berichte kamen aus den Gemeinden, die nun reichlich Zulauf haben. Vielen Dank für alle eure Gebete! Bitte betet mit uns, dass die Frucht, die hier entstanden ist, bleibt und die Gemeinden stark werden und dass die neuen Gläubigen gefördert werden.



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5 thoughts on “Grenzenlos an der Tansaniagrenze

  • Es tut mir leid, dass mit dir vielleicht wieder ein junger Christ dem Sensationsglanz zum Opfer fällt und das stille und wachsende Wirken des Geistes Gottes für nicht ausreichend hält.

  • Go for it Rainer :)! Wenn Gott nicht uns Menschen gebrauchen möchte, damit andere Menschen gerettet/frei werden, dann könnten wir ja sofort nach unserer Bekehrung sterben! Let's do whatever we can do for the kingdom of God!

    • Dazu kann ich nur ja und Amen sagen, Larissa! Ja, irgendwie scheint uns Gott nicht nur so sehr zu lieben, dass er alles für unsere Rettung getan hat – er liebt uns sogar so sehr, dass er uns seine Mitarbeiter nennt uns das Vorrecht gibt, an seinem Königreich mitzuarbeiten. "What a mighty God we serve…"

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