Meine Lieblingsausrede



Ein Mensch starb und Millionen von Menschen haben tatenlos zugesehen. Ausreden hatten sie alle.




Lk 19,20-21a
Ein dritter aber kam und sagte: ›Herr, hier hast du dein Pfund Silberstücke zurück. Ich habe es im Tuch verwahrt und immer bei mir getragen. Ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist.


Ein Mensch starb und Millionen von Menschen haben tatenlos zugesehen. Omayra Sánchez (Bild) war ein kolumbianisches Mädchen und gerade zwölf Jahre alt. Sie wurde beim Ausbruch des Vulkans Nevado del Ruiz in der Stadt Armero am 13. November 1985 in einem Schlammloch eingeklemmt.

Omayra steckte bis zum Hals fest in Schutt, Schlamm, Beton und Wasser. Ihr Todeskampf wurde im Rahmen der Berichte über die Katastrophe von Millionen von Zuschauern im Fernsehen verfolgt. Sie atmete mehrere Tage giftige Gase ein und ihr Körper wurde unterkühlt. Nach über sechzig Stunden starb sie schließlich am 16. November.1

Keiner der anwesenden Reporter hatte auch nur einen Finger gekrümmt, um zu helfen. Ist auch gut verständlich. Bei ihrer eigenen Tochter hätten sie schließlich auch sofort die Flinte in den Matsch geworfen und voller Gleichgültigkeit über ihr eigenes Unvermögen geweint.

Ausreden hatten sie ohne Ende: Sie mussten ihren Job erledigen, wussten nicht wie helfen, die passende Pumpe fehlte, sie hatten Angst auch eingeklemmt zu werden…

Gott bewahre uns vor solchen Ausreden!


„>>Nicht berufen<< sagtest du? >>Den Ruf nicht gehört<< denke ich, solltest du sagen“

William Booth


Meine Frage an uns:
Was sind unsere Ausreden, warum wir gerade nicht von Jesus erzählen können? Was tun wir dagegen?



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  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Omayra_S%C3%A1nchez []