Nichtklausurrelevant aber lebenswichtig – Hochschultage Darmstadt

nichtklausurrelevant

Manchmal lernt man nicht fürs Leben, sondern auch fürs ewige Leben. Auch wenn das für die nächste Klausur alles andere als relevant ist.

Lunchbars – Vortrag mit anschließender Diskussion

Aktionen in der Stadt, Lunch Bars, Kaffee und Kuchen, Konzerte und Vorträge in der Krone waren die Werkzeuge, die wir nutzten, um den Studenten Jesus und das Evangelium nahezubringen. Wir – das sind die Studenten der Hochschulen in Darmstadt, die bei Campus für Christus, der SMD oder der katholischen Studentenarbeit mitarbeiten und die Mitarbeiter des Zacharias Instituts für Wissenschaft, Kultur und Glaube unter der Leitung von Julia Garschagen.

„Nichtklausurrelevant“ lautete das Thema der Hochschultage in Darmstadt – und wurde oft ganz schnell durch den Nachsatz „… aber lebensnotwendig!“ ergänzt. Mehrere Tage beschäftigten wir uns mit elementaren Fragen wie: „Glück: Woher kommt Zufriedenheit?“, „Anerkennung: Ich leiste, also bin ich?“ oder „Beziehung: All you need is love?“.

Ich war vor allem dabei, um mit den Studenten ins Gespräch über den Glauben zu kommen und von Julia und ihrem Team zu lernen, ähnlich wie bei den Hochschultagen 2018 in Bern.

Gott öffnet Türen an Hochschulen

Flyer für den Vortrag zum Thema „Flexicurity – Zwischen Freiheit und Sicherheit“

In den letzten Jahren konnte ich bereits in Ostafrika an verschiedenen Hochschulen dienen, wie zum Beispiel in Kilifi, Nairobi oder Eldoret. Ich empfinde es als Führung Gottes und sein Öffnen von Türen, dass ich nun auch Stück für Stück auch an Hochschulen in Deutschland dienen darf.

Neben der Liebe für die Arbeit mit Studenten und einer Neigung zur Beschäftigung mit komplexen Fragen zum christlichen Glauben war es besonders ein Schlüsselerlebnis, das mich zur Studentenarbeit geführt hat:

Ein Schlüsselerlebnis in Kenia

Vor einigen Jahren war ich an einem Samstag im Gespräch mit meinem damaligen vorgesetzten Peter Franz. Wir unterhielten uns über ein neues Gesetz, dass die kenianische Regierung gerade verabschieden wollte – und das wie so oft von heute auf morgen, mit sofortiger Gültigkeit durch die Ansage im nationalen Fernsehen. Der Inhalt des Gesetzes: Keine Organisation, die mehr als 50% ihrer Finanzen / Spenden aus dem Ausland erhält, sollte mehr im Land arbeiten dürfen.

Was wie ein Gesetz der Stärkung der eigenen Wirtschaft schien, hätte dramatische Folgen für die Mission gehabt: Jede ausländische Missionsgesellschaft hätte von heute auf morgen nicht mehr arbeiten dürfen – auch wir von Gospel Fire International nicht. Jahrzehntelange Arbeit mit unerreichten Volksgruppen – innerhalb weniger Stunden für beendet erklärt. Gott sei Dank trat das Gesetz doch nicht in Kraft!

Wer hatte das Gesetz verabschiedet? Sicherlich niemand, der in einem entlegenen Gebiet fern von jeder Schulbildung aufgewachsen war. Also eben nicht aus einer der vom Evangelium unerreichten Volksgruppen. Mit höchster Wahrscheinlich jemand mit hohem Bildungsgrad, der einige Jahre zuvor noch einer Hochschule als Student war.

Hochschulen für Jesus gewinnen

Wir wurde klar: Wenn wir es nicht schaffen, die Studenten von heute mit dem Evangelium zu erreichen, dann haben wir in wenigen Jahren Gesetze, die die Missionsarbeit unmöglich machen.

Wir müssen die Hochschulen für Jesus gewinnen!

Das Evangelium muss an den Hochschulen gehört werden und auch im akademischen Umfeld verteidigt werden. Gläubige Studenten müssen begleitet werden, um ihren Glauben im Studium nicht zu verlieren und sie müssen befähigt werden, ihren Glauben an den Hochschulen weiterzugeben – deshalb meine Zusammenarbeit mit SMD, Campus und dem Zacharias Institut. Auch die Professoren müssen mit dem Evangelium erreicht werden, und gläubige Professoren ermutigt werden, zu ihrem Glauben zu stehen – deshalb meine Kooperation mit dem Akademikerteam von Campus und dem Professorenforum.

Fragen über Fragen

Frontale Predigten ohne Möglichkeiten, Fragen zu stellen, sind bei Studenten verpönt. Sie wollen sich selbst ihre Meinung bilden, nachfragen und auch kritischen Fragen nicht aus dem Weg gehen. Immer wieder waren Fragen zu hören wie:

  • Führt Religion nicht zu Gewalt?
  • Wie steht ihr Christen zu Homosexuellen?
  • Wie könnt ihr an einen Gott glauben, der von Menschen erfunden wurde?
Werbefilm für die Hochschultage

Ein junger Mann war bereits 2014 schon bei den Hochschultagend dabei, jeden Abend. Und war auch dieses Mal dabei – auch wieder jeden Tag und er erinnerte sich noch gut an die Themen vom letzten Mal.

Menschen sind auf der Suche – und wir dürfen ihnen dabei helfen, bei der Suche Gott näher zu kommen.

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