Wenn du nichts zu erzählen hast



Vielleicht geht es dir wie vielen anderen. Du sagst dir: „Ich habe gar kein Zeugnis – keine Geschichte mit Gott!“. Vor allem wenn du „fromm“ aufgewachsen bist, kann es sein, dass es dir schwer fällt, zu erzählen, wie Gott dein Leben verändert hat.


Deine Lebensgeschichte sieht für dich so aus:

„Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Deshalb bin ich Christ.“



Ich möchte dich ermutigen: Auch du hast ein Zeugnis!

Ein paar Tipps und Gedanken dazu:

  1. Wir haben ein völlig verzerrtes Bild von dem, wie ein Lebenszeugnis sein „muss“.
    Schuld daran ist auch die einseitige Wahl von Zeugnissen, die wir in christlichen Veranstaltungen auf der Bühne hören. Wir hören da das Extreme und Spektakuläre: Jahrelange Drogenabhängigkeit, Gefängnissaufenthalte, missglückte Selbstmordversuche, anhaltende Depressionen, Heilungen von unheilbaren Krankheiten, Satanismus, Diebstahl, Raub, Prostitution und am besten Ermordung von mindestens einem amerikanischen Präsidenten. Kein Wunder, dass da unsere Geschichte geradezu erbärmlich wirkt!

  2. Die normalen Geschichten haben oft am meisten Kraft.
    Die meisten Menschen in Deutschland sind keine Kriminellen, sind nicht unheilbar krank und können auch bei Drogenproblemen nicht mitreden. Sie sind normale Menschen – wie du und ich! Genau deshalb können sie sich oft mit deiner Geschichte besser identifizieren, als mit einer hollywoodreifen Lebensgeschichte. Bei Extremfällen können sie sagen „Naja, wenn ich so fertig wäre wie der, dann wäre Jesus wohl auch meine einzige Hoffnung – aber mir geht’s gut!“ Oft sind es die Dinge, die für dich klein erscheinen: Vielleicht hattest du Angst vor dem Leben nach dem Tod, warst nicht in der Lage zu vergeben, hast dich schuldig gefühlt, konntest dich selbst nicht annehmen, hattest Angst nicht gut genug zu sein, warst einsam oder warst auf Suche nach Sinn in deinem Leben – so, wie viele Andere auch. Aber: bei dir hat Gott etwas verändert – langsam, unscheinbar und dennoch macht es einen gewaltigen Unterschied!

  3. Es ist erzählenswert, wovor Gott dich bewahrt hat.
    Wie genial ist es, was du alles nicht durchmachen musstest. Du bist in einer christlichen Familie aufgewachsen und dir wurde vieles erspart – was für ein Segen! Christliche Werte, christliche Vorstellungen von Ehe und Familie funktionieren und Gott stellt sich dazu. Betone dann, was du in deinem Freundes- und Bekanntenkreis erlebt hast, was andere durchmachen mussten, die sich nicht an göttliche Maßstäbe gehalten haben. Wie würde dein Leben jetzt wahrscheinlich aussehen, wenn du Jesus nie kennen gelernt hättest?

  4. Es kann sein, dass du wirklich nichts zu erzählen hast.
    Wenn du wirklich nichts findest, noch nicht einmal im Kleinen, was Gott in deinem Leben getan hat, dann lade ich dich hiermit ein: Streck dich nach Gott aus! Falls du Jesus noch nicht in dein Leben eingeladen hast, dann sprich einfach mit ihm. Bitte ihn, dein Leben zu verändern und da einzugreifen, wo du Hilfe brauchst. Gott hört Gebet!

Erzähle doch noch heute jemanden deine Geschichte mit Gott. Wie das geht, kannst du hier lesen: Wie erzähle ich meine Geschichte mit Gott?



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  • Mira

    der Artikel ist super! Danke! Mir ging es auch immer so dass ich dachte, mein Geschichte sei uninteressant weil ich kein schlimmer Verbrecher ar sondern nur eine normale 5-Jährige, bevor ich mich bekehrt habe 😉

    • Hi Mira! Freut mich, dass du dich in dem Artikel wiederfinden konntest! Ich hab auch nie Drogen genommen 😉 Gotte Segen dir!